Die rechnerische Spülabwassermenge, die gem. DIN (6m³/m², 2 x wöchentlich) ermittelt wurde, betrug aus allen Kreisläufen ca. 14.000 m³/a. Dagegen stand ein tatsächlicher Gesamtverbrauch an Wasser in der Badewasseraufbereitung von ca. 27.000 m³/a, also doppelt soviel.
Um die Ursachen für diesen hohen Wasserverbrauch zu ermitteln, wurde die gesamte Technik einer Überprüfung unterzogen.
Daraus resultierend wurde ein Konzept für die Optimierung der Gesamtanlage erstellt, bei dem folgende Einzelmaßnahmen durchgeführt wurden:
1. Schritt: Optimierung
Reparatur defekter Armaturen und Rohrleitungen
- Undichte Armaturen getauscht
- Reparatur von Rohrleitungen
Optimierung des Filterbetriebes durch Beseitigung einer vorliegenden Überkopfspülung und Anpassung der Prozessschritte.
- Erneuerung des Filtersandes und Änderung des Schichtaufbaus
Optimierung der Filtersteuerung (zeit- und belastungsabhängiger Betrieb)
- Installation von Frequenzumformern an den Umwälzpumpen zur Senkung des Stromverbrauchs
Durch diese Maßnahmen konnte der Wasserverbrauch bereits um ca. 20 % gesenkt werden.
Nach der vorgeschalteten Optimierung verblieb eine recyclingfähige Spülwassermenge von 13.650 m³/a.
Die Spülabwasseraufbereitung konnte nunmehr eine Stufe kleiner gewählt werden. Neben der geringeren Investition für die Anlage ergeben sich vor allem auch niedrigere Betriebskosten:
Abwassermengen, die von vornherein nicht anfallen, verursachen bei der Aufbereitung auch keine Kosten!
2. Schritt: Spülabwasseraufbereitung
Die Aufbereitung erfolgt in den Verfahrensstufen Ultrafiltration mit chlorstabilen Keramikmembranen , A-Kohle-Filtration, TeilstromUmkehrosmose und abschließender UV-Bestrahlung zur Vermeidung von Sekundärverkeimungen.
Die Auslegung der Umkehrosmose erfolgte auf Basis vorliegender Analysendaten. Dabei wurden der Nitratgehalt und die Wasserhärte des Beckenwassers als maßgebende Auslegungsparameter zugrunde gelegt. Der Nitratgehalt sollte dem des Füllwassers aus dem Netz entsprechen. Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass die Flockung in der Badewasseraufbereitung nicht durch die Zugabe eines zu hohen Anteils an enthärtetem Wasser gestört wird. Bei dem jetzt installierten Anteil von ca. 30 % UO-Wasser an der Gesamtfüllwasser-Nachspeisung wird ohne Zugabe von Härtebildnern eine gute Flockungsfiltration erreicht.
Die Anlage läuft vollautomatisch und wird über Modem fernüberwacht.
Das Personal hat lediglich wöchentlich ein Haarsieb zu reinigen und sicherzustellen, dass die Betriebsstoffe in der Anlage bereitgestellt sind. Durch die komplette Verkleidung sind alle Bauteile vor Umgebungseinflüssen gut geschützt.
Durch die Kombination beider Optimierungsschritte ergibt sich das optimale Einsparungspotential:
- kleinere Spülwassermenge
- maximale Einsparung beim Trinkwasserverbrauch
- optimale Anlagengröße
- geringer Kapitaldienst
- maximale Einsparung bei den Betriebskosten.
Badewasserreinigung
Badewasseraufbereitung
Spülabwasser
Beckenwasseraufbereitung
Spülabwasseraufbereitung
Membranfiltration
Umkehrosmoseanlage
UV-Bestrahlung
Abwasserreinigung
Schlammentsorgung
Ultrafiltration
Membrananlagen
Wasseraufbereitungsanlagen
Elektrodialyse
Schuenemann